Kontakt: 1. Vorstand Florian Waschinger Tel.: 08665/7823 Höck 7 83334 Inzell Musikkapelle Inzell bietet musikalischen Blumenstrauß zum Muttertag Konzert im inzeller Festsaal lockt viele Zuhörer an - Heinrich Albrecht führt druch buntes Programm Bereits zum 22. Mal hatte die Musikkapelle Inzell unter Leitung von Bernhard Koch zum Frühjahrskonzert eingeladen. Seit vielen Jahren ist es gute Tradition dies am Muttertag abzuhalten. Dass dieser Termin gut gewählt ist zeigte sich auch heuer wieder am voll besetzten Festaal. Im Programm fanden sich sowohl Stücke aus der bayerischen und böhmischen-mährischen Blasmusiktradition wie eine Auswahl der schönsten Melodien aus der Oper “Der Nussknacker” oder der Operette “Maske in Blau” in dene auch Solisten genügend Raum fanden, ihre Künste zu zeigen. Durch das Programm führte in informativer und sehr unterhaltender Weise der ehemalige Kapellmeister Heinrich Albrecht. Mit dem “Bayerischen Parademarsch” aus dem Repertoire der “Original Hofbräuhaus Festkapelle”, den Bernhard Koch an den Anfang des Konzertes gestellt hatte, setzte die Kapelle ein erstes, blasmusikalsich bemerkenswertes Zeichen. Dieser prunkvolle, wuchtige bayerische Reiter- und Parademarsch erinnert an die große Tradition der Militärmärsche, die zum Beispiel bei Staatsempfängen und Paraden geradezu zelebriert wurden. Vorstand Florian Waschinger freute sich im Anschluss, neben Musikantenkollegen aus den Nachbarorten und ehemaligen Mitgliedern der Kapelle, den neuen Bürgermeister Hans Egger in den Reihen der aktiven Musikanten begrüßen zu dürfen. Der ehemalige Kapellmeister Heinrich Albrecht übernahm danach, stimmig und ansprechend wie immer, die Moderation, fügte den Konzertstücken interessante Details hinzu, sprach spontan mit den Solisten und dem Kapellmeister Bernhard Koch oder unterhielt mit heiteren Episoden aus dem Musikantenleben. Mit “Themes from the Nutcracker” ließ die Kapelle dann einige der schönsten Melodien aus der Oper “Der Nussknacker” des russischen Komposnisten Peter I. Tchaikovsky erklingen, die er in einer Zeit komponierte in der Pathos, große Orchesterbesetzungen und Emotionen das Maß der Dinge waren. Sehr rythmisch, in einer anspruchsvollen Dynamik umgesetzt, bewegten sich die knapp 40 Musikanntinnen und Musikanten, mit gut gestimmten Instrumenten, durch das Konzertwerk. Winfried Möller arrangierte das Stück “Jerusalem” welches eigentlich auf einem Gesangssolo aufgebaut ist und sowohl das Charisma der “Heiligen Stadt” wie den religiösen Brennpunkt ausrücken soll. Die Rolle der Sängerin oder des Sängers füllte an diesem Abend Stefan Schnee am Saxophon gefühlvoll und perfekt aus. In der Operette “Die Maske in Blau” geht es, wie der Moderator informierte, um ein großen Verwirrspiel um die Liebe des Maler Armando Cellini zu der großen Unbekannten unter der blauen Maske, welches doch ein Happy End findet. Für die Blasmusikorchester hat Walter Tuschla die schönsten Melodien wie etwa “Die Juliska, die Julsika aus Buda-, Budapest...”, “Schau einer schönen Frau nicht zu tief in die Augen”, “Am Rio Negro” oder “Maske in Blau - Maske in Blau” zusammengestellt. Mit klarem Dirigat gelang es Bernhard Koch excellent, den Musikerinnen und Musikern der Inzeller Kapelle exakte Einsätze und Leidenschaft abzufodern und in dynamischer, eingagierte Spielweise, die feurigen spanischen und ungarischen Elemente de Potpourries genauso ansprechend zum Klingen zu brigen wie ruhige Liebes- und geschmeidige Tangomelodien. Hubert und Franz Maier, Christina Egger und Günther Kastner schlossen den ersten Teil des Abends mit dem Trompeten-Solostück “Trumpet Team” erfrischend spritzig und gut zusammengespielt ab. “Ein halbes Jahrhundert” hieß die mitreißende Polka von Franz Watz mit der die Kapelle den zweiten Teil eröffnete. Pfiffig, ohne Noten, an manchen Stellen sogar etwas schlemisch, präsentierten sich Martin und Gerhard Egger beim Vortrag der Solopolka für zwei Posaunen “Die beiden Schluckspechte” von Herbert Ferstl. Speziell für die Mütter an ihrem Ehrentag erklangen danach der wunderbare Walzer “Rosen schenk ich Dir” von Jörg Bollin und die ausdrucksstark vorgetragene Polka von Markus Bollin “Schöne Erinnerungen”. Mit dem teils gesungenen Marsch in der Bearbeitung von G. Greiner “Unser stolzes Bayernland” setzte die Kapelle einen weiteren musikalischen Höhepunkt. Bei so viel Spielfreunde war es nicht verwunderlich, dass die begeisterten Zuhörer Zugaben einforderten. Mit der Polka”Musikantensehnsucht” von Guido Henn und dem wunderbaren Marsch von Heinrich Albrecht “Anno 1757” kamen die Musikerinnen und Musiker dieser Auffoderung gerne nach. Ein herliches Vergelt´s God für die Bereitstellung des Berichts geht an Werner Bauregger